Die Linie der Lehrer

„Solange Menschen die Wahrheit suchen,
wird es Lehrer der Wahrheit geben. Wenn das
Ich kapituliert, bleibt nur die Wahrheit übrig.“ *

Advaita Vedanta wurde im 20. Jahrhundert durch die Inder Shri Ramana Maharshi, Shri H.W.L. Poonja, die Amerikanerin Gangaji und andere neu belebt, und wird heute meist Advaita oder Neo-Advaita genannt. OM bezieht sich in seinem Wirken immer wieder auf diese Tradition und diese Lehrer, besonders auf Gangaji:

"Ich bin ein Kind, sie ist meine Mutter. Ihr Atem wehte den Staub aus meinen Augen, ihre Klarheit richtete meinen Geist, ihre Schärfe zerstörte meine Arroganz, ihre Sanftheit schmolz das Eis um mein Herz. Ihre Liebe nahm mich in sich auf und ich ertrank - im ewigen Quell des Ganges." *

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Ramana Maharshi

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H.W.L. Poonja

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Gangaji

„Alle Niederlegungen und Bezeugungen der großen Meister sind in diesem Moment entstanden“ *

Für OM umfasst Advaita das zeitlose Zeugnis erwachter Meister aller Traditionen. Die Lehre Jesu, die Lehre Gautama Buddhas, die Lehre Mevlana Rumis, die Lehren chassidischer Rabbiner - sie alle zielen auf das Herz des Seins, weisen auf die geheimnisvolle Einheit und Vereinigung mit dem Göttlichen hin, die nur erfahren, nicht gelehrt werden kann.

"Advaita ist keine Lehre. Advaita ist das Ende der Lehre. Es ist für diejenigen, die bereit sind für dieses Ende. Und es ist noch niemals in der neueren Geschichte der Menschheit dagewesen, dass dieses Ende so vielen Menschen zugänglich war wie jetzt. Advaita kann nur einen Moment lang existieren - aber dieser Moment ist ewig." *

* Zitate von OM

Advaita Vedanta

Advaita beginnt und endet mit Dir, dem Zeugen der Manifestation, mit Dir, dem Denker, dem Seher, dem Lebendigen. Advaita beschäftigt sich mit dem Einen, welches jeder vergisst - mit der Quelle von allem - mit DIR!

Advaita Vedanta ist die hinduistische Lehre von der Nicht-Dualität. Advaita bedeutet: Nicht-Zwei. Vedanta bedeutet: Das Ende und die Krönung des Wissens der Veden. Diese Lehre - wie jede Philosophie des Hinduismus - fragt nach dem Selbst des Menschen und nach dem höchsten Wesen, nach Gott.

Nur das Auge der Weisheit vermag das Selbst zu schauen“ *

Das Selbst des Menschen, die individuelle Seele, wird Atman genannt. Atman ist das eine unpersönliche Bewusstsein, das in jedem Menschen erscheint und wirkt, jenseits des persönlichen Ich. Das höchste Wesen, das universelle Selbst, das allen belebten und unbelebten Welten zugrunde liegt und sie gleichzeitig durchdringt, wird Brahman genannt, alldurchdringender Raum des Bewusstseins.

Das Selbst ist das höchste Selbst"“ *

Die advaitische Lehre gibt unter allen hinduistischen Philosophien die radikalste Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Atman und Brahman - es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. Der bedeutendste Vertreter des Advaita Vedanta, Shankara (788-820 n.Chr.) schreibt: "Brahman allein ist wirklich, die Welt ist unwirklich, das Selbst ist nichts anderes als Brahman."

Obwohl das Selbst ständig alles durchdringt, offenbart es sich nicht überall, scheint der alltäglichen Erfahrung des Menschen nicht zugänglich zu sein. Seine Wirklichkeit ist dennoch erfahrbar und Selbst-Erkenntnis aus diesem Grunde die einzig wesentliche Aufgabe des Menschen. Shankara schreibt: "Das Selbst ist die Sonne der Erkenntnis, die im Raum des Herzens aufgeht und die Dunkelheit zerstört. Alles durchdringend und alles erhaltend leuchtet es und verleiht allem Licht."

Jenes Brahman gilt es zu erkennen“ *

Die vollkommene Selbst-Erkenntnis wird Erwachen genannt, Erwachen zu dem, was IST. Es ist in diesem Moment jedem Menschen möglich. Wenn der Schläfer erwacht, ist er vom Leiden befreit und kehrt in den natürlichen menschlichen Zustand zurück: Sat Chit Ananda (Sat = ewige Existenz; Chit = reine Intelligenz; Ananda = höchste Seligkeit).

Der Erwachte sagt: "ICH bin ohne Eigenschaften und frei von Handlung, ewig, jenseits des Denkens, makellos, ohne Veränderung und gestaltlos, ewig frei und rein."

* Zitate von Shankara

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