Enneagramm der Charakterfixierung

Das Enneagramm erschien im Westen zum ersten Mal in der Lehre des armenischen Mystikers Gurdjieff. Populär wurde es dann vor allem durch den chilenischen Psychiater Claudio Naranjo, der die Theorie des Enneagramms mit seinen eigenen Erfahrungen im klinischen und therapeutischen Bereich verknüpfte und damit in den USA arbeitete. Aus diesem Weg, den das Enneagramm im Westen nahm, ergaben und ergeben sich bis heute unterschiedliche Ebenen, wie es verstanden und genutzt werden kann - von einer Typenlehre bis hin zu einem Werkzeug auf dem spirituellen Weg. 

Das Symbol des Enneagramms der Charakterfixierungen gibt Aufschluss über die Art und Weise, wie ein Mensch sich von seinem Innersten trennt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Es beschreibt neun Charakterfixierungen: das sind neun verengte und automatisierte Perspektiven, aus denen ein Mensch sich selbst und die Welt wahrnimmt, und die verhindern, dass er diesem Moment real, offen und angemessen be­geg­nen kann. Gleichzeitig zeigt das Enneagramm Schritte der Wandlung auf. Welche inneren Welten müssen wieder ins Bewusstsein treten, damit ein Mensch die Wirklichkeit seiner selbst und des Lebens überhaupt wahrnehmen kann? Welches menschliche Potenzial ist in uns angelegt, jenseits der bekannten Muster?  

 

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